Stellungnahme zum Parteiaustritt von Steffen Königer

//Stellungnahme zum Parteiaustritt von Steffen Königer

Stellungnahme zum Parteiaustritt von Steffen Königer

2018-11-29T18:40:53+00:00 29. 11. 2018|Pressemitteilungen|

Heute wurde öffentlich, dass AfD-Bundesvorstandsmitglied und AM-Unterstützer Steffen Königer die Alternative für Deutschland verlässt. Königer begründet dies mit einer Gewissensentscheidung. Wozu das Gewissen rät, ist höchst individuell und letztlich zu akzeptieren. Gleichwohl hat der Schritt auch Auswirkungen auf die von Steffen Königer prominent unterstützte Alternative Mitte. Wir nehmen darum Stellung zu dem Vorgang.

Die Alternative Mitte wurde von der Entscheidung Königers ebenso sehr überrascht wie andere. Ein wesentlicher Kern der Überzeugung der AM ist, sich gegenüber den Problemen in der AfD verantwortlich zu positionieren, sie parteiintern nicht unwidersprochen oder ignoriert zu lassen. Viele Unterstützer der AM verbinden speziell mit ihrem Einsatz in der Interessengemeinschaft auch eine Gewissensentscheidung, denn es stellt sich für jeden von uns die Frage: Was passiert mit der AfD, wenn die freiheitlich konservativen Mitglieder, die oft als „gemäßigter Teil“ der Partei bezeichnet werden, aus der AfD wegbrechen sollten?

Wir sehen uns in einer Verantwortung gegenüber nicht nur der AfD, sondern auch gegenüber Deutschland. Als Teil der AfD sind wir mitverantwortlich für ihre Entwicklungen sowohl im Guten wie im Schlechten. Wenn wir und die unsere Positionen unterstützenden Mitglieder die AfD verlassen, gehen damit bestimmte Einstellungen und Vorstellungen. Damit würde sich das Profil der Partei verändern und auch dies muss man bereit sein, mit seinem Gewissen zu vereinbaren.

Es ist also auch eine Entscheidung des Gewissens, daran festzuhalten, sich innerhalb der AfD für einen von Sachlichkeit geprägten Kurs einzusetzen. Wir arbeiten aus Überzeugung gegen jegliche Versuche, die Partei radikal zu unterwandern sowie radikalen Vorfällen gegenüber duldsam eingestellten Macht-Opportunismus. Wir wollen die Mitglieder mobilisieren, die gewillt sind, Problementwicklungen ehrlich ins Auge zu schauen und ihnen mutig entgegenzutreten – Mitglieder, die mit uns darauf zuarbeiten, eine konservative Bürgerpartei zu gestalten, in der Platz für viele verschiedene Strömungen ist, nicht aber für politischen Radikalismus. Wir wissen, dass dies regelmäßig zum „Spaltervorwurf“ führt, aber die großen Hoffnungen, die sehr viele Wähler in die AfD stecken und die Chance, mit der AfD Deutschland als lebenswertes Land zu erhalten, treiben uns an.

Wir bedauern den Weggang Steffen Königers. Seine Unterstützung für die AfD und auch für die AM wurde von uns geschätzt. Steffen Königers Bewertung, „der Kampf gegen die Destruktiven sei in der AfD verloren“ (Vgl. Welt.de) teilen wir indes nicht. Sie kommt darüber hinaus vor dem Hintergrund seiner erst kürzlichen Kandidatur für die AfD-Liste zur Europawahl sehr plötzlich. Verloren wäre die AfD nur dann, wenn man den Willen aufgibt, sich für ihre Entwicklung zum stets Besseren einzusetzen. Die Alternative Mitte tut dies nicht.