Erklärung Uwe Witt zu seinem Rücktritt als Bundessprecher der Alternativen Mitte

//Erklärung Uwe Witt zu seinem Rücktritt als Bundessprecher der Alternativen Mitte

Erklärung Uwe Witt zu seinem Rücktritt als Bundessprecher der Alternativen Mitte

2019-01-23T13:49:24+00:00 23. 01. 2019|Pressemitteilungen|

Liebe Parteifreunde, sehr geehrte Damen und Herren,

im Juli 2017 haben Berengar Elsner von Gronow und ich, mit 4 anderen Parteifreunden die Alternative Mitte in NRW gegründet. Ich weise die Zweifler gerne noch einmal darauf hin, dass dies nicht auf Wunsch von Dritten erfolgte, sondern unsere eigene Intention war.

Die Parteifreunde Lang, Dossenbach und Driesang gründeten zeitgleich und unabhängig eine Alternative Mitte in Bayern. Es folgten relativ schnell weitere Gründungen in fast allen Bundesländern. Auf dem ersten Deutschlandtreffen aller Landesverbände im Oktober 2017 in Tettau haben sich dann die Landesverbände darauf geeinigt eine 5- köpfige Bundesarbeitsgruppe zu wählen. Einer dieser 5 Gewählten war ich.
Im Laufe der Zeit verdichtete sich die Aussenwahrnehmung immer mehr auf meine Person, als Bundesansprechpartner für die Alternative Mitte. Dies war niemals meine Absicht, ich habe mich allerdings dem Wunsch unserer Unterstützer im Sinne der Alternativen Mitte gebeugt.

Ich habe mich in meiner Aufgabe immer bemüht zu differenzieren und deutlich zu machen, dass wir eine Partei sind. Jedoch auch klare Kante da gezeigt, wo rote Linien überschritten wurden, die von der Alternativen Mitte nicht mitgetragen werden konnten.

Wir haben bis heute innerparteilich viel erreicht, so dass auch durch unsere Arbeit, der Verfassungsschutz keinen Anlass zur Beobachtung der AfD gesehen hat. Die Höherstufung der Jugendorganisation der Partei als Verdachtsfall, war nach den jüngsten Ereignissen zu erwarten und erfordert jetzt ein klares Zeichen des Bundesvorstandes und Konvents der Partei. Insbesondere um den Anliegen der vielen, auf dem Boden des Grundgesetzes verwurzelten Mitgliedern der Jungen Alternative, wie zum Beispiel Sebastian Münzenmeier, David Eckert oder Michael Espendiller und vielen anderen, Rechnung zu tragen.

Zum Verdachtsfall wurde leider auch die interne Parteigruppierung DER FLÜGEL um Björn Höcke erhoben. Hier kann ich nur noch einmal wiederholen, dass nach Sichtung des Verfassungschutzberichtes, die dort erhobenen Vorwürfe gegen den Flügel und dessen Unterstützer zu prüfen sind. Es sollten dann die Herren Höcke und Kalbitz die beanstandeten Fälle, falls erwiesen, schnellstmöglich beheben. Auch hierbei ist eine enge Unterstützung durch den Bundesvorstand wünschenswert.

Wir sind eine Partei und jedem Parteimitglied muss klar sein, dass wir auf dem Boden des Grundgesetzes in allen Parlamenten unseres Vaterlandes Politik für Deutschland und seine Bürger machen. Dafür sind wir gewählt worden, dass ist unsere Kernaufgabe, alles andere ist sekundär.

Kommen wir nunmehr zum Anliegen meiner Erklärung. Wie bekannt, bin ich seit September 2017 MdB und als solcher nicht nur Arbeitskreisleiter und Obmann, Arbeits- und sozialpolitischer, sowie behindertenpolitischer Sprecher der AfD Fraktion im Bundestag, sondern auch aktives Mitglied dreier Parlamentariergruppen, wobei ich bei einer Stellv. Vorsitzender bin. Dazu kommen noch Aufgaben als Ersatzmitglied einer Enquete Kommission.

Innerparteilich bin ich, seit dessen Gründung, Leiter des Bundesfachausschusses 11 „Soziale Sicherungssysteme und Rente, Arbeits- und Sozialpolitik“, sowie Mitglied der Bundesprogrammkommisssion. Bei der letzten Bundesmitgliederversammlung der Alternativen Vereinigung der Arbeitnehmer e.V. wurde ich einstimmig wieder zum Bundesvorsitzenden gewählt.
Wenn man all diese Aufgaben vernünftig und im Sinne der Partei und deren Mitgliedern ausüben will, kostet das Zeit, Zeit die ich immer weniger zur Verfügung habe.

Daher habe ich mich schweren Herzens dazu entschlossen den Staffelstab in der Alternativen Mitte weiterzugeben und meine Funktion als einer der Bundessprecher niederzulegen. Ich danke allen Parteifreunden die mich engagiert bei der Wahrnehmung meiner Aufgabe unterstützt haben.

Die AfD ist, auch durch die Bemühungen der Alternativen Mitte, auf dem richtigen Kurs geblieben und dass wünsche ich mir auch für die Zukunft, denn wir sind eine Partei und wir haben alle ein Ziel, in Deutschland stabile politische Verhältnisse auf dem Boden des Grundgesetzes zu wahren und die Einhaltung von Recht und Ordnung zu garantieren.

Bis auf weiteres wird Jens Wilharm, als einer der beiden verbleibenden Bundessprecher, meine Aufgaben innerhalb der AM auf Bundesebene übernehmen.

Mit alternativen Grüssen Ihr und Euer

Uwe Witt, MdB